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Kunden-Case: Der MVG Poetry Slam

Wie wir die Welt ein wenig einfacher machen. Und Sie zum Erklär-Experten werden.
23.08.2017  |  Ulrike Ziegler

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

  • Dass ein explain-it custom mehr kann als erklären
  • Wie wir an ein Erklärfilm-Projekt herangehen
  • Welche Kriterien für die Stilentwicklung relevant sind

Ein ganz normales explain-it custom – oder?!

Vor Kurzem flatterte ein Projekt der besonderen Art bei uns ein. Schon der Titel klang verheißungsvoll: „MVG – Poetry Slam“. Sollten wir tatsächlich die Gattung Poetry Slam erklären? Dieses mysteriöse Hybrid aus holprigem Rap und rhythmischer Erzählung? Und das ausgerechnet für die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft)? Der Kick-Off brachte Licht ins Dunkel: Bei diesem explain-it custom ging es nicht um eine Erklärung im klassischen Sinne, sondern darum, einen bestehenden Slam-Text zu visualisieren. 

Der Fahrplan wird abgesteckt

Im Briefing mit der MVG war das Ziel dann schnell klar: Die bestehenden, konventionellen Werbemaßnahmen sollten durch ein modernes, selbstironisches Video ergänzt werden. Die Kernaussage für die Zielgruppe „Fahrgäste“ sollte lauten: „Im Münchner Nahverkehr warten viele spannende Geschichten auf dich!“ Und eine dieser Geschichten lag nun vor uns – in Form eines Textes von Poetry Slammer Alex Burkhard. Seiner fabelhaften Erzählung durften wir nun mit Bild und Bewegung Leben einhauchen.

Und los geht die Fahrt

Dabei stellte sich für uns eine zentrale Herausforderung: Es galt einen Stil zu entwickeln, der dem Text einerseits inhaltlich entspricht. Der Fokus lag hierbei auf einer zeitgemäßen, urbanen Darstellung des Münchner Nachtlebens. Gleichzeitig mussten die Illustrationen so konzipiert werden, dass sie in der Animation mit dem Flow des Slam-Textes harmonieren. Und dann musste natürlich auch noch die Kundin begeistert sein. Ganz klar: Geballte Erklär-Experten-Kompetenz war gefragt. Und so starteten Kolleginnen und Kollegen aus den Abteilungen Konzeption, Design und Motion Design gemeinsam in die Entwicklung. Erster Schritt: Textanalyse und -interpretation. Zweiter Schritt: Stilfindung, Bildkonzeption, Scribbles.


Und dann endlich das Ergebnis: Ein Stil mit eindeutigen Anleihen aus dem Bereich Streetart, dazu ein Farbkonzept aus starken Kontrasten und gezielt gesetzten Highlights. Und auch die Kunstform Poetry Slam selbst sollte sich im Film widerspiegeln – durch den punktuellen Einsatz von Typographie im Bild. Ganz schön meta, oder? Und der Rest ist quasi Geschichte: Die Kundin war begeistert! Der Stil wurde rasch freigegeben, Ksenia und André illustrierten, was das Zeug hielt, und Felix setzte dem Projekt im Motion Design das Krönchen auf – rasante Kamerafahrten und kreative Transitions inklusive.  Im Sommer war der Film in den Münchner Open Air Kinos zu sehen, bei der MVG hat er eine eigene Landingpage und in den sozialen Medien wird er fleißig geteilt. Außerdem hängen in München ca. 2500 Plakate in allen Verkehrsmitteln (U-Bahn, Bus, Tram), an Bahnhöfen und in den Optimolwerken aus. Und das ist noch nicht alles: Ab dem 23. November läuft die Langversion des Videos in allen Münchner Kinos. Case closed.

Ulrike Ziegler

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Ulrike Ziegler

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