CKW - Verteilnetz (icon)

Wie kommt der Strom eigentlich zu uns nach Hause? Das wird in diesem explain-it animade icon für die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) erklärt.

CKW
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CKW erklärt: Das Verteilnetz

Die Spannung ist zum zerreissen hoch – wie wird das wohl ausgehen? Für so viel Spannung braucht es nicht nur einen tollen Regisseur, sondern auch ein stabiles Stromnetz. Und da wären wir schon bei der nächsten Frage: Wie kommt der Strom eigentlich zu uns nach Hause?

Alles beginnt in den Kraftwerken. Hier wird der Strom unter Höchstspannung in die Leitungen eingespeisst, um auf dem langen Weg in die Haushalte nicht zu viel Energie zu verlieren. Diese Höchstspannung wäre allerdings zu viel für die Steckdosen. Deswegen wird die Spannung auf dem Weg durch das Stromnetz zunehmend verringert. Die Höchstspannung wird vom nationalen Netz der Swissgrid von 220 kV auf 110 kV auf die Hochspannung in Netzebene 3 verringert. Die Hochspannung wird dann von 110kV auf 20 kV auf die Mittelspannung in Netzebene 5 transformiert. Windkraftwerke und kleinere Wasserkraftwerke speisen dabei direkt auf Netzebene 5 ein. Von der Mittelspannung wird der Strom noch mal auf 400 V transformiert, um auf Netzebene 7 in die Haushalte zu gelangen. Großunternehmen werden jedoch bereits auf Netzebene 3 und KMU auf Netzebene 5 am Stromnetz angeschlossen. Die Transformation auf die unterschiedlichen Netzebenen passiert in den Unterwerken, Unterstationen und Trafostationen. Zunehmend werden die Stromleitungen im gesamten Netz unter die Erde verlegt.

Die CKW sichert auf allen Spannungsebenen die Stromversorgung der Kunden in der gesamten Zentralschweiz. Es ist der CKW ein Anliegen, alle Kunden unterbruchsfrei mit Strom zu versorgen. Das ist nicht immer einfach: Gewitter und Sturm, Schneefall und Tiere aber auch menschliches Fehlverhalten, zum Beispiel bei Bauarbeiten, können Störungen auf dem Netz verursachen. Damit solche Störungen schnell erkannt und beseitigt werden können, wird das Netz 24 Stunden, 365 Tage im Jahr durch eine Leitstelle überwacht. Dabei werden Sie von Mitarbeitern verschiedener Pikettorganisationen rund um die Uhr unterstützt.

Einmal auf der richtigen Spannungsebene angekommen, muss der Strom nur noch in die Haushalte gelangen. Dazu benötigt der Kunde einen Netzanschluss. Dank ihm fließt der Strom nicht am Haus vorbei, sondern findet den Weg in den richtigen Haushalt. Haushalte mit einer Photovoltaik-Anlage können ihren eigenen Strom erzeugen. Er muss also nicht erst den langen Weg durch das Netz zurücklegen. Trotzdem sind diese nicht vollkommen losgelöst vom Stromnetz. Produziert die Anlage zu viel Strom, wird dieser ins Netz eingespeist. Und sollte sie zu wenig Strom produzieren, wird der Strom aus dem Netz bezogen.

Egal, ob ein Haushalt den Strom direkt aus dem Netz bezieht oder selber produziert: Um den Strom jederzeit nutzen zu können benötigt jeder Kunde einen Netzanschluss- und einen Netznutzungsvertrag, sowie einen Zähler von CKW. Dann steht einem spannenden Fernsehabend nichts mehr im Weg.