Gregor Louisoder - Nitrateintrag (detail)

Was macht Nitrat mit unserem Grundwasser und wie gefährlich ist das? In diesem explain-it animade detail für Gregor Louisoder gehen wir der Nitrat-Frage auf den Grund.

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Uwes Frühstück hat viel zu bieten: Eier vom Hof nebenan, Brot vom Bäcker und natürlich ein frischer Kaffee. Doch was ist das? Sollte er den Kaffee besser wegschütten? Sehen wir uns doch erst einmal an, was es mit Nitrat auf sich hat:

Eigentlich ist Nitrat ebenso wichtig für unser Leben wie der morgendliche Kaffee für Uwe. Denn Pflanzen benötigen den im Nitrat enthaltenen Stickstoff, um zu wachsen. Und den gibt es reichlich – 78 Prozent unserer Atmosphäre bestehen aus Stickstoff. Doch Nutzpflanzen können diesen atmosphärischen Stickstoff nicht direkt aufnehmen. Bauern düngen ihre Äcker daher mit großen Mengen Gülle oder industriell hergestelltem, nitrathaltigem Kunstdünger – und helfen den Pflanzen so auf die Sprünge.

Um die Erträge zu maximieren – und da man nie genau weiß wie viel Dünger exakt nötig ist – wird auch in immer größeren Mengen gedüngt. Doch Moment mal! Gibt man Uwe morgens zehn Eier statt nur einem, ist ihm das zu viel. Und so geht es auch den Pflanzen – sie können nicht unendlich viel Nitrat aufnehmen. Wird zu stark oder auf ungeeigneten Böden gedüngt, sickert das überschüssige Nitrat ins Grundwasser. Uwes Bedenken sind also berechtigt! Der lokale Brunnen in seinem Dorf wurde bereits geschlossen, denn die Nitratwerte im Grundwasser liegen durch den künstlichen Eintrag mit Mineraldünger über den erlaubten Grenzwerten. Und das Trinkwasser wird seither aus Fernleitungen bezogen.

Seinen Kaffee muss Uwe also noch nicht wegschütten, aber er hat gelernt was es mit Nitrat auf sich hat!