antwerpes - Schilddrüsenkarzinom

In diesem explain-it handmade erklären wir, welche Ursachen, Symptome und Therapieoptionen es bei einem medullären Schilddrüsenkarzinom gibt.

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Diagnose medulläres Schilddrüsenkarzinom: In diesem Film erfahren Sie, welche Ursachen, Symptome und Therapieoptionen es gibt.
Ein kurzer Überblick: Es gibt zwei Hauptformen von Schilddrüsenkarzinomen, die aus verschiedenen Zelltypen entstehen. Bei Schilddrüsenkarzinomen, die sich aus Thyreozyten bilden, kann nach der Operation die Radiojodablation angewandt werden, weil dieser Zelltyp Jod speichern kann. Beim zweiten Zelltyp, den C-Zellen, ist nach der Operation keine Radiojodtherapie möglich, da C-Zellen KEIN Radiojod speichern.. Aus den C-Zellen können medulläre Schilddrüsenkarzinome – kurz MTC – entstehen. Sie gehören mit circa 2.500 Neuerkrankungen pro Jahr in Europa zu den seltenen Erkrankungen.

Die Ursachen von MTC: Karzinome können sporadisch auftreten oder erblich bedingt sein. Über die Ursachen der spontan auftretenden Form ist wenig bekannt. Die familiären Fälle unterteilt man in 2 Formen: die Typen 2A und 2B der multiplen endokrinen Neoplasien, kurz MEN2A und 2B. Bei ihnen findet sich eine ererbte Genmutation in allen Körperzellen und wird rein statistisch an die Hälfte der Nachkommen vererbt.

Das MTC ist zu Beginn meist symptomlos – eventuell treten tastbare Knoten im Bereich der Schild-drüse, vergrößerte Lymphknoten im Halsbereich oder in fortgeschrittenem Stadium Hustenreiz, Hei-serkeit, Luftnot und Schluckbeschwerden auf. Die Symptome sind oft harmlos, können aber auch erste Alarmsignale des Körpers sein. Ein Arzt sollte also aufgesucht werden: Er führt eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und weitere Tests beim MTC, vor allem die Calcitonin-Bestimmung, durch. Denn die Prognose eines frühzeitig erkannten und operierten Schilddrüsenkarzinoms ist sehr gut. Ist eine erbliche Form des MTC in der Familie bekannt, sollten sich alle Verwandten ersten Grades – also Kinder, Eltern und Geschwister der Betroffenen – untersuchen lassen. Bei Betroffenen wird die Schilddrüse frühzeitig vor Entwicklung eines MTCs entfernt.

Die Therapieoptionen des MTC sind vom Stadium abhängig, in welchem die Diagnose gestellt wird: In allen Fällen werden Schilddrüse und meist die Lymphknoten der zentralen Halsregion entfernt. Frühzeitig erkannt ist so eine vollständige Heilung möglich. Nach der Operation muss lebenslang das Hormon L-Thyroxin in Tablettenform ersetzt werden, dies ist in der Regel problemlos möglich.

Wird das MTC erst in einem späteren Stadium erkannt, ist meist keine vollständige Heilung mehr möglich. Schreitet die Erkrankung rascher fort – die Metastasen wachsen schneller und machen Beschwerden –, erlauben Medikamente – sogenannte Tyrosinkinasehemmer – oft eine Verringerung des Tumorwachstums und eine Linderung der Symptome. Da die Tumore langsam wachsen, leben dennoch viele Patienten Jahre oder Jahrzehnte bei guter Lebensqualität.

Mehr Informationen finden Sie unter www.schilddruesenkrebs.de