Diözese Rottenburg - Facebook

Hilfe, mein Kind will auf Facebook! Wie gehen Eltern damit am besten um, was ist zu beachten und welche Chancen bietet es dem Kind? explain-it erklärt das für die Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg Stuttgart.

Diözese Rottenburg-Stuttgart
  • Jugendschutz
Das ist Lena. Lena ist 14 Jahre alt und „Facebook“ ist gerade ein wichtiges Thema. Viele ihrer Freunde haben dort schon eine eigene Profilseite – sogar ihre Mutter Susanne. Susanne weiß: Bei Facebook dürfen sich neuerdings schon Kinder ab 13 Jahren anmelden. Seit-dem häufig über Datenklau und Cybermobbing in den Medien berichtet wird, ist sie unsicher, ob Facebook für ihr Kind geeignet ist.
Doch für Lena steht fest: Sie möchte sich jetzt endlich bei Facebook anmelden. Denn dort kann sie Freundschaften pflegen und im Freundeskreis mitreden. Über Fotos, Posts und Likes kann Lena zeigen, wer sie ist und was ihr gefällt. Das findet sie total spannend. Außer-dem ist sie ja kein kleines Kind mehr, meint sie.
Und Susanne möchte ihrer Tochter „Facebook“ nicht verbieten. Sie selbst schätzt das soziale Netzwerk, weiß aber auch, dass es einige Dinge zu beachten gibt: vor allem den Schutz der eigenen Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte anderer. Daher möchte sie Lena auf ihren ersten Schritten im sozialen Netzwerk begleiten. Ihr ist wichtig, dass Lena auch online einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten lernt. Denn was Lena ins Netz stellt, kann Susanne nicht mehr kontrollieren. Sie zeigt Lena, welche Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen sie bei Facebook vornehmen sollte: Zum Beispiel wer was von ihrem Profil sehen kann oder wer sie kontaktieren darf: am Besten „Nur Freunde“. Sie sprechen über persönliche Fotos und Texte. Lena sollte sich immer fragen, ob ein Bild oder bestimmte Informationen nicht zu persönlich sind, um sie in Facebook zu teilen. Denn: Das Netz vergisst nichts – alles wird gespeichert und ausgewertet. Bilder und Kommentare sind auch nach vielen Jahren noch auffindbar und könnten Lena mal richtig peinlich sein. Gemeinsam stellen sie deshalb Regeln auf: Zum Beispiel Ihre Adresse oder Telefonnummer darf Lena nie im Netz posten. Geschafft: Auch Lena ist nun bei Facebook! Und schon verschickt sie ihre ersten Freundschaftsanfragen und bekommt Bestätigungen. Das findet Lena prima – Facebook ist für sie wie ein digitaler Schulhof, wo sie sich mit ihren Freunden über wichtige News austauschen kann. Susanne will auch weiterhin mit ihrer Tochter im Gespräch über die digitale Welt bleiben – am liebsten persönlich bei einer Tasse Tee zwischen Mutter und Tochter.