GfM - Kernaufgaben des Marketings

Dieses explain-it handmade stellt die Kernaufgaben des Marketings vor und erklärt, inwiefern sich die 4 Ps des Marketings weiter entwickelt haben.

GfM Schweizerische Gesellschaft für Marketing
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Der Marketing Insight des Monats. Präsentiert von explain-it und GfM. Marketing und Innovation Der Marketing Insight des Monats. Präsentiert von explain-it und GfM. Kernaufgaben des Marketing

Die 4 Ps ... klar, die kennt jeder. Mittlerweile hat jedoch ein Paradigmenwechsel stattgefunden – weg von der industriellen Logik, die den Konsumenten als reinen Verbraucher ansieht, hin zur gemeinschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Konsumenten. Und genau darum haben sich auch die vier Ps weiterentwickelt – zu den drei Cs des modernen Marketings: Co-Create Value, Communicate Value und Capture Value. Im Mittelpunkt steht immer der Konsument. Sehen wir uns das genauer an:

Co-Create Value bedeutet, den Konsumenten aktiv in den Produktentwicklungsprozess einzubinden. Das hat schon früher funktioniert – die Idee für das heute bekannte TippEX hatte zum Beispiel die Sekretärin Bette Graham, die Probleme mit ihrer Schreibmaschine hatte – und ihre Tippfehler elegant verschwinden lassen wollte. Und heute? Nutzt zum Beispiel HILTI sogenannte Lead User, die sich in Foren oder in sozialen Medien über ihre Wünsche und Ideen austauschen, um die für sie besten Produkte zu entwickeln. Klar, dass diese Produkte dann auch gerne vom Konsumenten angenommen werden.

Und natürlich muss der Mehrwert des Produktes oder der Dienstleistung kommuniziert werden – da-rum geht es bei „Communicate Value“. Denn: Konsumenten werden heute von Kommunikationsimpulsen überflutet – ein gutes Produkt ist kein Selbstläufer. Das klare Nutzenversprechen emotional zu kommunizieren ist also umso wichtiger. So hat es zum Beispiel Apple bereits vor der Einführung der iWatch getan – den Nutzen des bis dahin noch unbekannten Produktes verständlich und emotional kommuniziert.

Und wenn die ersten zwei Cs berücksichtigt wurden, dann ist dem Konsumenten das Produkt etwas wert – und diesen Wert sollte man kennen, also: Capture Value! Der Wert eines Produktes entspricht nämlich nicht unbedingt dem Ergebnis einer rein rationalen Preisgestaltung. Der Preis eines Produktes trifft eine Aussage über den Wert des Produktes. Dabei müssen Markenimage und Preis zusammen passen. Zum Beispiel zahlen Konsumenten gerne für eine Schweizer Uhr mehr, als für eine gleichwertige deutsche Uhr – denn das Image der Schweizer Präzisionsuhr erhöht den Wert des Produktes für den Konsumenten.

Also: Die drei Cs des modernen Marketings stellen den Konsumenten in den Mittelpunkt. Er ist Part-ner bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen oder trägt zur Verbesserung bestehender bei. Das macht aus Konsumenten loyale Markenbotschafter – und treue Kunden.

„Der Mensch ist ja nicht der, der er ist, sondern der, der er sein will. Wer ihn an seinen Wünschen packt, hat ihn.“ – Martin Walser GfM

Schweizerische Gesellschaft für Marketing.