PVG - Tektomechanik

Dieses handmade erklärt für das Unternehmen PVG GmbH die Tektomechanik.

PVG
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Was ist eigentlich die Tektomechanik? Um das zu verstehen, werfen wir einen Blick zurück. Vor vielen Millionen Jahren wurde Pflanzenmaterial in tiefen Erdschichten in Kohle und Gas umgewandelt. Im Laufe der Jahre kamen neue Erd-schichten hinzu, wurden abgetragen und verformt. Bei der Verformung entstanden Falten und Risse im Gestein in denen sich das Gas bis heute sammelt. Für eine Förderung muss man also erst einmal wissen, wo sich Gas befindet. Deshalb ist die von PVG genutzte sehr detaillierte, tektomechanische Analyse des Untergrunds vor der eigentlichen Gasförderung besonders wichtig. Erst danach folgt die Bohrphase, welche rund acht Wochen andauert. Anschließend wird der Bohrturm abgebaut und es folgt die Förderphase, die ungefähr 20-30 Jahre andauert und damit einhergehend die Renaturierung des Bohrplatzes. Die Tektomechanik ist also ein rein analytisches Verfahren, um zu ermitteln, wo sich Gas befindet. Der Ausdruck „Tektomechanik“ beinhaltet die Begriffe „Tektonik“ und „Mechanik“ und beschreibt den Aufbau und die Bewegungen der Erdschichten sowie die dabei wirkenden Kräfte. Das Konzept der Tektomechanik kommt ursprünglich aus dem Steinkohlebergbau. Früher suchten Bergleute nach Rissen und Hohlräumen, in denen sich Gas und Wasser ansammelten – um dieses Gas und Wasser zu umgehen. Diesen Wissensschatz macht sich die Tektomechanik zu Nutze – um heute genau die-se Risse und Hohlräume, in denen sich Gas befindet, zu ermitteln und gleichzeitig Wasser zu vermeiden. Im ersten Schritt der Analyse betrachtet man die sogenannte Großtektonik – dabei wird unter anderem durch Messungen der Erdoberfläche ermittelt, wo größere Risse im Untergrund verlaufen. Doch da sich Gas oft in kleinen Rissen im Gestein befindet, benötigt man ein detaillierteres Bild. Und ge-nau das ist das Besondere am tektomechanischen Analyseverfahren: Der Blick von oben wird ergänzt durch den Blick von unten aus dem Bergbau. Die Analyse nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch – doch der Aufwand lohnt sich: So können der ideale Bohransatzpunkt und der optimale Bohrungsverlauf bestimmt werden, um im Untergrund Bereiche mit viel Gas effizienter zu erschließen und die anschließende Bohrphase zu verkürzen. Bei alldem werden nur natürliche Fließwege des Gases genutzt – und die Analyse ist auch auf andere Lagerstätten übertragbar! Also: Die Tektomechanik als Analyseverfahren nutzt das Wissen vieler Jahrzehnte und die gewonne-nen Erkenntnisse für eine umweltschonende Gasförderung.