Soil and More - Kompostierung

In diesem explain-it handmade Erklärvideo gibt Soil and More eine Anleitung zur einfachen, günstigen und effektiven Kompostierung.

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Herr Suarez hat sich vor kurzem als Bio-Bauer zertifizieren lassen und darf nun keinen synthetischen Dünger mehr nutzen. Muss er sich jetzt teuren Bio-Dünger kaufen? Zum Glück nicht: Er kann die Restbiomasse von seiner Farm nutzen und seine eigenen Nährstoffe ganz natürlich gewinnen – mit Hilfe von Mikroorganismen. Durch Kompostierung kann Herr Suarez aus seiner Restbiomasse fruchtbare Erde machen. Er macht sich gleich an die Arbeit und sammelt trockene Zweige und Stroh. Das trockene Material legt er auf einer geeigneten Fläche aus. Darauf legt er frische, zerkleinerte Blätter, Grünschnitt und faules Obst. Auf das Grünmaterial schichtet er Mist von seinen Tieren. Hat er davon mal nicht genug, klappt es auch mit mehr Grünmaterial. Obendrauf legt Herr Suarez noch etwas alten Kompost. Das wiederholt er einige Male und bewässert den Haufen zwischendurch. Herr Suarez verdichtet den Haufen etwas und deckt ihn zum Schluss mit einem alten Laken ab. Denn der Kompost braucht ein feuchtes und warmes Klima. Nach drei bis vier Tagen misst er die Temperatur. Er steckt seine Hand in den Haufen und hält es schon nach zwei Sekunden nicht mehr aus. Nun hat der Kompost den perfekten Wärmezustand: 65 Grad Celsius. Erst jetzt werden Schädlinge und Unkrautsamen abgetötet. Nach drei Tagen Hitze wendet er den Kompost, damit die gesamte Masse erhitzt wird. Ganz einfach kann er testen, ob auch die Feuchtigkeit passt: Kommen aus einer Handvoll Kompost nur ein paar Tropfen Wasser, ist es genau richtig! Nach acht bis zehn Wochen ist die Biomasse kompostiert und wertvoller Humus hat sich gebildet. Herr Suarez kann ihn direkt verwenden oder bis zur Düngezeit lagern. Sein afrikanischer Kollege Herr Okeke hat leider keine Zeit, sich so intensiv um seinen Kompost zu kümmern. Aber auch für ihn gibt es eine Lösung: Er zerkleinert seine Schnittabfälle direkt im Feld und lässt sie liegen. Der Nachteil ist, dass durch Ausgasung mehr Biomasse verloren geht. Außerdem kann es zu Mangelerscheinungen kommen, da das Bodenleben mit dem Abbau der Biomasse beschäftigt ist und die Pflanzenversorgung etwas vernachlässigt. Dennoch kann Herr Okeke mit der Flächenkompostierung seine Restbiomasse effektiv nutzen. Herr Suarez und Herr Okeke steigern ihr Pflanzenwachstum nun ohne synthetischen Dünger. Aber was machen sie, wenn der Kompost nicht tut, was er soll? Das sehen Sie im nächsten Film „Nützliche Mikroorganismen“ oder in unserer Datenbank.